Förderanlage - die Brücken schlägt

Die zentrale Aufgabe

Die Anbindung der Produktion an eine neue Lagerhalle über eine Brücke, ohne die Feuerwehrzufahrt zu versperren.

 

Ein weiteres Hindernis stellt der Höhenunterschied der jeweiligen Geschossebenen der beiden Hallen dar. Bedingt durch ein Gefälle, sind diese um mehrere Meter zueinander versetzt. Es galt es eine Lösung zu finden, um den Transport und die Pufferung von fertigen und halbfertigen Produktionsgütern auf Europaletten zwischen den Hallen ohne weitere Baumaßnahmen zu realisieren.

 

Das HaRo Team fand für den komplexen Sachverhalt die passende Antwort in Form einer Brückenkonstruktion mit eingebundener Rollenbahn-Fördertechnik und einem Vertikalförderer. Nach umfangreichen Beratungsgesprächen und ersten Entwurfs-Planungen vor Ort, konnten die HaRo-Ingenieure die ausgearbeiteten Pläne in der Konstruktionsabteilung vollenden. Anschließend wurden die Anlagenpläne wenige Hallen weiter an die Produktion übergeben.

Alle dazugehörigen Arbeitsschritte finden zentral im sauerländischen Rüthen statt, dort, wo wir als Familienunternehmen weit über die Grenzen einer Rollenbahn-Produktion hinausgewachsen sind. Komplexe Intralogistiklösungen sind durch unsere bewährten, modularen Fördertechnik-Komponenten über alle Branchen hinweg bekannt. Längst sind es die individuellen Kundenanforderungen wie in diesem Fall, bei denen es um eine innovative, maßangefertigte Lösung für die Ansprüche an die innerbetriebliche Logistik geht.

Brandschutz und Feuerwehrumfahrt

Von Beginn an waren die Anforderungen an die Fördertechnik seitens KEB klar definiert:

 „Es galt eine Lösung zu finden, eine neue Halle mit der bestehenden Produktionshalle mittels einer automatisierter Logistiklösung zu verbinden.“,

erklärt Gerald Müller, Betriebsleiter der Produktion Elektronik bei KEB Automation.

 

 

Die Kombination aus Höhenunterschied im Gelände und einer angrenzenden Feuerwehrumfahrt mit Abtrennung der Brandabschnitte in den Produktionshallen war neben der Fördertechnik ein Schwerpunkt. Durch intelligente Brandschutztore an den sicherheitsrelevanten Stellen, kann die Fördertechnik mit den Toren kommunizieren und im im Notfall die Anlage in eine Position fahren, die es dem Brandschutztor ermöglicht, seine Aufgabe zu erfüllen.

 

 

 

Die Lösung: Eine Brücke.

Es bedurfte keiner gewöhnlichen Brücke, die einzig die benötigte Fördertechnik aufnimmt, sondern einer formschönen und sicheren Brückenkombination, die auch von Mitarbeitern und Besuchern genutzt werden kann.

 

In erster Linie soll sie jedoch dem automatisierten Transport der fertigen und halbfertigen Elektronikkomponenten zwischen den beiden Hallen dienen. Und das in Zeiten von Automatisierung und Industrie 4.0 möglichst ohne die Notwendigkeit von manuellen Eingriffen.

 

 

 

„Die Konturenkontrolle überprüft die Abmaße den Ladungsträger und verhindert so eine Einfahrt von Objekten, die größer sind als die maximalen Dimensionen des Fördergut. So werden mögliche Kollisionen auf den Rollenbahnen oder im Vertikalförderer verhindert.“,

 

Projektleiter der HaRo-Gruppe

Thorsten Koopmann

 

 

 

 

Zusätzlich ist der Aufgabebereich unter den Rollenbahnen mit einer Waage ausgestattet, welche das Gewicht der Paletten aufnimmt, prüft und mit den, im System hinterlegten Werten abgleicht. Bei der Brücke handelt es sich um eine freitragende Verbindung der beiden Hallen, dessen maximale Traglast darf in Summe, inkl. aller Anlagenteile und Fördergüter, nicht überschritten werden. Nachdem eine Palette die Brücke passiert hat, wird ihr Gewicht am anderen Ende wieder abgezogen, sodass stets die aktuelle Belastung der Brücke und das Gewicht der darauf befindlichen Fördergüter abrufbar ist. Letzterer Punkt ist dabei nicht nur für die Beförderung der Paletten von elementarer Bedeutung, sondern auch für die Pufferfunktion für die Fördergüter auf der Rollenbahnen, die dann nach Bedarf abgerufen werden.

 

 

 

Höhenunterschiede überwinden – der Vertikalförderer

Doch auch für die Überwindung der Höhendifferenzen zwischen den beiden Hallen galt es eine Lösung zu finden. Für die Anbindung mehrerer unterschiedlicher Etagen an eine automatisierte Förderanlage, eignet sich kaum eine Modul besser, als der innovative HaRo-Vertikalförderer. Vollautomatisiert, effizient, zuverlässig und leise transportiert der auch als Senkrechtförderer oder Lastenaufzug bekannte Förderer die Fördergüter sämtlicher Art, Gewicht und Größe völlig mühelos, auch über mehrere Ebenen hinweg.

 

 

 

Gleichsam können die Fördergüter auch von der neuen Lagerhalle aus an die Anlage übergeben und über den Vertikalförderer und die Rollenbahnen in die alte Halle transportiert werden. Dieser Reversierbetrieb ermöglicht eine effektive Auslastung der Anlage ohne zusätzlichen Aufwand.

Eine Besonderheit in diesem Projekt:

KEB Automation ist für ihr breites Produktportfolio bekannt, dies reicht über Motoren, Frequenzumrichtern bis hin zu Antrieben und Bedienpanels im Bereich Automotive, Elektromobilität und Windenergie reicht.

 

 

Für die Zukunft vorgesorgt.

Auch für die Zukunft hat KEB Automation mit der HaRo-Förderanlage bereits vorgesorgt: In den kommenden Jahren soll es eine Erweiterung der Produktions- und Lagerflächen geben, die flexibel dann an die bestehenden Hallen und Förderanlagen angeschlossen werden soll.

 

 

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