Vertikalförderer mit 3-Wege-Drehstation
Das kontinuierlich angestiegene Produktionsvolumen und die geänderten Logistikanforderungen der Kunden bedurften einer neuen Lösung für die Lagerung und Auslieferung der verpackten Futtermittel. Ein Gebäude aus den 60er Jahren konnte hierfür reaktiviert und modernisiert werden.
Ziel der Fördertechnik:
- Minimierung des Staplerverkehrs
- Integration der externen Laderampe
- Automatisierte Ein- und Auslagerung
- 141 Meter als Paletten Puffer
- digitale Vernetzung mit dem ERP-System
Verkehrsgünstig am Hafen gelegen, bietet der Standort Kehl optimale Voraussetzungen für die Rohstoffversorgung per Schiff, Bahn und für bis zu 20 LKW pro Tag - Tendenz steigend. Vor Ort wird Mischfutter für Nutztiere und hochwertiges Heimtiertrockenfutter produziert und abgepackt.




Das Fördertechnik Konzept
Das Konzept der ausgelagerten Fördertechnik ist nicht neu - sei es in einem Tunnel, der unterirdisch und automatisiert mehrere Produktionsgebäude verbindet oder als Brücke, zwischen den Gebäuden.
Tunnel Beispielanlagen: TILO, UMA
Brücken Beispielanlagen: KEB, Hohenfelder
Die Herausforderung bei Raiffeisen in Kehl bestand darin, eine vorhandene LKW-Laderampe in das Fördertechnikkonzept einzubinden, dass ein langlebiger und zuverlässiger Betrieb gewährleistet ist. Die exponierte Lage am Hafen und die Installation entlang der Gebäudeaußenseite erforderten zudem eine witterungsgeschützte Einhausung. Aufgabe der Förderanlage ist es, die per LKW ankommenden Warenströme in Form von BigBags, Eimern oder Sackware auf unterschiedlichen Palettentypen schnell, effizient und zuverlässig auf die sechs Lagerbereiche in drei Ebenen zu verteilen.


Die Förderanlage | Zahlen - Daten - Fakten
Die Förderanlage hat eine Gesamtlänge von 141 Metern und gliedert sich in zwei Abschnitte von 68 und 70 Metern Rollenbahn zuzüglich des durchfahrbaren Vertikalförderers. Die horizontale Förderstrecke wurde in 22 Rollenbahn-Segmente à 6.000 mm aufgeteilt. So konnte die Anzahl der Antriebsmotoren deutlich reduziert werden, ohne die Leistungsfähigkeit einzuschränken. Dies senkt die Investitionskosten und spart langfristig Energie.


Die Lagerbereiche wurden auf allen Etagen mit einer Rollenbahn in geringer Bauhöhe ausgestattet. Der Vorteil liegt in der einfachen Entnahme ankommender Paletten mittels Gabelhubwagen.
Durch die Integration zusätzlicher Paletten-Pufferplätze konnten die Umlaufzeiten des Vertikalförderers nachhaltig verbessert werden. Auf diese Weise kann der Vertikalförderer jederzeit seine Ladung entladen und in der angrenzenden Etage neues Fördergut aufnehmen. Leerfahrten des Fahrkorbs werden minimiert.
Eine Besonderheit dieser Förderanlage liegt in der Montage der Rollenbahn auf einer vorhandenen LKW-Verladerampe. Nur die Vertikalförderer mussten aufgrund ihres Eigengewichts von 6 Tonnen und einer Höhe von 14 Metern auf ein tiefer gelegenes Fundament gestellt werden.
Die Kundenvorgaben sahen eine Leistung von 60 Paletten pro Stunde bei einer maximalen Hubhöhe von 8,6 Metern vor. Um diese Werte zu erreichen, wurden die Vertikalförderer mit einer Antriebsleistung von je 11 kW ausgestattet. Diese Leistung ermöglicht eine vertikale Fahrgeschwindigkeit von bis zu 37 m/min bei einer maximalen Traglast von 2.000 kg.




Vertikalförderer mit 3-Wege Drehstation
Die Besonderheit der eingesetzten Vertikalförderer liegt in der T-förmigen Anordnung der angrenzenden Rollenbahnen.
Vor dem Hintergrund, dass die Paletten auf einer Rollenbahn nur in Längsrichtung transportiert werden können, erfolgt bereits im Vertikalförderer eine Drehung der Paletten um 90 Grad.
Eine eigens hierzu im Fahrkorb integrierte Drehstation ermöglicht die korrekte Ausrichtung der Paletten, sodass eine reibungslose Entnahme durch die Mitarbeiter auf den Lagerebenen erfolgen kann.






Projektkoordination - Fördertechnik in Bestandsgebäuden
Die Nachfrage nach Komplett-Anlagen in diesem Umfang nimmt stetig zu. Die Projektkoordination erfordert dabei höchste Aufmerksamkeit.

Konstruktionsleiter Markus Löseke
„Gerade bei der Erweiterung von Bestandsgebäuden ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden, aber auch mit anderen Gewerken unumgänglich.“


Sie haben Fragen zu dieser Vertikalfördereranlage?
Wir beraten sie gern.

